Es war Völkermord!

Am 24.04.2012 gedenken die Assyrer zum 97. Mal den Opfern des Völkermordes (Seyfo) von 1915

Am 24.04.1915 hatte die damalige Regierung des Osmanischen Reiches beschlossen, die dortlebenden Christen völlig auszulöschen. Mit Deportationen, Folter und Ermordungen fielen diesem Völkermord mehr als zwei Millionen Menschen zu Opfer. Hierzu zählen armenische, assyrische und pontos-griechische Christen. Die heutige türkische Regierung leugnet bisher diese Tat und klagt jeden an, der es offen wagt, dies als Völkermord zu bezeichnen.

Am 24. April gedenken die Assyrer (Suryoye) weltweit den Opfern dieses Völkermordes, den sie in ihrer eigenen Sprache als Seyfo bezeichnen.

Es ist nicht zuletzt den intensiven Bemühungen der in der Diaspora befindlichen assyrischen Föderationen, Verbänden und des Seyfos Centers zu verdanken, dass in einigen Ländern wie Australien und Frankreich Gedenktafeln und Monumente an die assyrischen Opfer dieser Tat erinnern.

Wir möchten mit den Worten des Seyfo-Experten Sabri Atman nun diesen Beitrag abschließen, die er gegenüber bethnahrin.de in einem Interview im Jahre 2010 geäußert hatte und stellen hierzu drei bereits veröffentlichte Artikel erneut vor.

„Die Arbeit für die Anerkennung des Völkermordes von 1915 vergleiche Ich sehr oft mit einem Marathon…In fünf Jahren haben wir den 100. Gedenktag des Völkermordes. Wie bereits erwähnt, Schweden ist nun das erste Land, das den Seyfo anerkannt hat. Wir wollen jedoch, dass noch mehr Länder diesen wichtigen Schritt gehen.“

Der 24. April – Shato d´Seifo – das Jahr des Schwertes
Der Völkermord an den Assyrern 1915

Ein überlebender Zeitzeuge berichtet über die Massaker an den Assyrern

Assyrischer Pfarrer in der Türkei bezeichnet die Ereignisse von 1915 als Völkermord und wird im Jahr 2000 von türkischen Behörden verklagt

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7 Gedanken zu „Am 24.04.2012 gedenken die Assyrer zum 97. Mal den Opfern des Völkermordes (Seyfo) von 1915

  1. Die Schreibweise „Seifo“ existiert nicht und sollte nicht verwendet werden. Die richtige Schreibweise ist SAYFO, auch wenn manche SEYFO schreiben.

  2. Das Wort ist die Schreibweise einer Fremden Sprache in der im Artikel verwendeten Sprache, somit kann es geschrieben werden, wie der Verfasser es am besten aufschreiben würde. So gibt es auch für das Wort danke mehrere Schreibweisen (tavdi, taudi..)
    Selbstverständlich sollte man dennoch bei der Schreibweise eine gemeinsame Linie fahren. Wir werden uns diesbezüglich informieren und bei zukünftigen Artikeln beachten, danke sehr 🙂

  3. Ich denke beide Schreibweisen sind richtig. „Seyfo“ sogar eher zumal dies auf jedem Flyer so zu sehen ist und der „Seyfo-Center“ auch so schreibt.

  4. SAYFO wird mit einem „ftoHO“ (a) geschrieben und nicht mit einem „rboso“ (e). Wer etwas von der Grammatik unserer Sprache versteht, wird auch richtig in fremde Sprachen transkribieren.

  5. @Suryayto So weit ich weiß, können die Vokale in den meisten Fällen variieren, erst recht bei Nomen. Also ist es egal, ob du „Seyfo“ oder „Sayfo“ schreibst. Semitische Sprachen sind nicht so statisch wie die deutsche Sprache. Und es macht eh kaum Sinn, auf die Rechtschreibung zu achten, wenn wir Surayt mit lateinischen Buchstaben schreiben, weil das lateinische Alphabet eh nicht geeignet ist, unsere Sprache richtig wieder zu geben.
    Btw, wie kommst du überhaupt darauf, dass die Schreibweise „Seyfo“ falsch sei?
    .

  6. @Johnio
    Es ist mir klar, dass semitische Sprachen (Suryoyo/Assyrisch) anders sind als Sprachen aus anderen Sprachfamilien. Es gibt jedoch Wörter mit festen Vokalen. SAYFO wird mit einem „ftoHo“ geschrieben. Jedenfalls finde ich die TRANSKRIPTION mit „a“ am logischsten.

    Es geht hier jedoch nicht um unsere Sprache, sondern einzig um den Begriff SAYFO (Völkermord), der von Suryoyo ins Lateinische transkribiert werden muss, damit andere es lesen können. Ich denke, eine einheitliche Schreibweise wäre ratsam.

  7. da hast du Recht, eine einheitliche Schreibweise ist bei solchen Begriffen ziemlich ratsam. Die gibt es aber schon, zumindest schreibens all unsere großen Organisationen mit e.. Das Wort Seifo im Text werde ich später übrigens editieren 🙂

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