Sabri Atman in Armenien

„Armenien soll das erste Land werden, das den assyrischen Völkermord anerkennt!“

Zum 40. Jahrestag des Denkmalbaus für die Opfer des Völkermords an die Armenier, das in der armenischen Hauptstadt Erivan stattfand, fand eine internationale Konferenz, die international für ein großes Aufsehen erregte. Medien und Presse berichteten ausführlich über das Ereignis.

Der Direktor des Museums für den Völkermord der Armenier Hayk Demoyan eröffnete die Konferenz und begrüßte seine Gäste.

Zu dieser Konferenz war auch Sabri Atman, Repräsentant von Seyfo Center, eingeladen. Seine 25 minütige Rede am ersten Tag der Konferenz stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmern.

Atman brachte in seiner Rede sein Mitgefühl den Armeinern gegenüber zum Ausdruck und

Auf dem Bild oben ist der Architekt des Denkmals Sashur Kalashyan (links) und seine Frau (mitte) mit Seyfo Center Repräsentant Sabri Atman (rechts) zu sehen, die gemeinsam zu Ehren der geladenen Gäste zum Essen eingeladen waren.

betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Griechen, Armenier und Assyrer. Die Armenier sollten nicht das assyrische Volk vergessen, das das gleiche Schicksal erleiden musste. Sein Appell war, dass die armenische Republik das erste Land sein müsse, das den assyrischen Völkermord anerkennen sollte.

Am zweiten Tag der Konferenz nahm Atman in Erivan an einer weiteren Sitzung am Runden Tisch teil. Neben den Besprechungen mit Vertretern des Außenministeriums und verschiedener Institutionen sowie Schriftstellern nahm sich Atman auch die Zeit die assyrischen Dörfer zu besuchen.

Gedenkminute am Völkermord Denkmal

Für die Teilnehmer der Konferenz, die aus verschiedenen Ländern zu dieser internationalen Konferenz eingereist waren, stand der Besuch des armenischen Völkermord Denkmals auf dem Programm. Das Denkmal in der Nähe des Berges Ararat. Da sich der Berg Ararat und das Denkmal so nahe sind, hat man den Eindruck, dass beide sich unterhalten. Wenn man das Museum betritt und die Ausstellungsstücke und die Bilder sieht, ist es fast unmöglich seine Tränen zu halten. Man sollte es mit den eigenen Augen gesehen haben und die Täter der damaligen Gräueltaten aufs schärfste verurteilen. Angeführt vom Direktor des Museums Hayk Demoyan und dem Architekten des Denkmals Sashur Kalashyan legt die Delegation – wie man es auf dem Bild sehen kann – ein Kranz und Blumen nieder und gedenkt den Opfern des Völkermords.

Auf dem Bild ist der Vorsitzende des „Assyrischen Büros“ Ersen Mikhaylov (links) mit Dr. Anahit Khusroyove (rechts) zu sehen, wo das Denkmal für den assyrischen Völkermord errichtet werden soll.

Während dieser Zeit hat Sabri Atman mit vielen Politikern und Vertretern verschiedener Institutionen fruchtbare Gespräche geführt. Unter anderem wurde von den zuständigen Personen versprochen, das Denkmal für den assyrischen Völkermord Seyfo, das ins Stocken geraten war, in absehbarer Zeit in Angriff zu nehmen.

Besuch in Arzni

Auf dem Programm von Sabri Atman stand, soweit möglich, der Besuch assyrischer Dörfer an. Der erste Besuch fand in Arzni. Arzni liegt etwa 25 Autominuten von Erivan entfernt und hat eine Einwohnerzahl von 5000 Seelen. Davon sind etwa 1000 Assyrer. Die meisten Assyrer in Arzni stammen aus dem Urmia-Gebiet und sind die Nachfahren der Flüchtlinge von 1915, die vor dem Völkermord Seyfo geflohen sind. Atman hat das „Assyrische Büro“ und die assyrische Kirche besucht und sich die Sorgen und Nöte der einfachen Menschen derer Vertreter angehört.

Vergesst uns nicht sagten sie. Auf den weiteren Fotos sieht man einige Aufnahmen in Arzni - unter anderem das Denkmal für den Völkermord von 1915.

Die meisten der in Arzni lebenden Menschen hoffen, nicht von ihren Verwandten in Europa und auf den anderen Kontinenten vergessen zu werden.

Armenian Genocide Museum und das Völkermord-Forschungszentrum SEYFO CENTER

Die einwöchige Reise von Sabri Atman war sehr fruchtbar und effektiv. Das Programm der Konferenz „International Conference dedicated to the 40th anniversary of Tsitsernakaberd Memorial Complex of the Armenian Genocide victims“ war sehr professionell vorbereitet. Die Konferenzen waren sehr lehrreich und wurden von den Medien mit großem Interesse verfolgt. Die Gastfreundschaft der Armenier war vorbildlich.

Zum Erfolg einer derartigen bedeutenden Konferenzen haben der lobenswerte Direktor des Museums Hayk Demoyen und seine Kollegen beigetragen.

Sabri Atman hatte auch die Gelgenheit, mit dem Direktor des Museums Hayk Demoyen unter vier Augen über die gemeinsamen Aktivitäten des SEYFO CENTER mit dem Museum zu sprechen. In naher Zukunft wird ein gemeinsames Papier über gemeinsame Aktivitäten zwischen dem armenischen Völkermord-Museum und dem SEYFO CENTER vorbereitet und unterschrieben.

Sabri Atman wollte nicht auf Details eingehen, verdeutlichte jedoch, dass der Besuch in Armenien sehr positive war. Vor dem Antritt seines Besuchs hatte er drei Ziel gehabt. Erstens die Errichtung eines Denkmals für die assyrischen Opfer des Seyfo. Zweitens, dass ein Teil des armenischen Völkermord Museums dem assyrischen Völkermord gewidmet warden soll. Drittens die Anerkennung des assyrischen Völkermords durch die Armenische Republik.

Atman erklärte, dass er mit vielen Politikern und Organisationen positive Gespräche geführt und Zusagen bezüglich seiner Forderungen erhalten habe, aber auf Details er nicht eingehen wolle. Er versicherte jedoch, dass er in absehbarer Zeit die erfreuliche Nachricht über einen beachtlichen Meilenstein dem assyrischen Volk mitteilen werde.

Auf dem Bild ist der Direktor des Muzeums Hayk Demoyan (rechts) und Sabri Atman (links), Repräsentant des assyrischen Völkermord Forschungszentrums SEYFO CENTER zu sehen

Er hätte zwar eine anstrengende Welttour hinter sich, doch die Ergebnisse hätten ihm seine Erschöpfung vergessen lassen. Er fügte hinzu, dass nach den vielen Vorträgen in den USA positive Ergebnisse zu erwarten seien und dass dort eine SEYFO CENTER Geschäftsstelle eröffnet werde. Ferner sollen dort die Informations- und Lobbyarbeit verstärkt werden.

Atman erklärte abschließend, dass die Ergebnisse seiner Reise nach Armenien in Bezug auf den assyrischen Völkermord Seyfo weltweit einmalig sein werden und glaubt, dass dadurch dem assyrischen Volk viele Tore geöffnet werden. Über die Einigung der beiden Seiten unseres Volkes in Schweden bezüglich des Denkmals in Södertälje sei er sehr erfreut und zuversichtlich, dass die Anklage gegen den Bau vor dem Gericht in Södertälje scheitern werde. Ein Denkmal für die Opfer unseres Volkes werde auf jeden Fall errichtet. Darum brauche sich keiner Sorgen machen. Er betonte: „Schließlich ist es unser Recht.“

Weitere Fotos

Übersetzt aus dem Türkischen durch Johann Roumee

 

Quelle: ESNA

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