Marianne Brückl fragt

Wie wichtig ist eigentlich die Problematik eines Klosters „Mor Gabriel“ in unserer Gesellschaft?

Drei ??? für den Erhalt der christlichen Kultur in der südöstlichen Türkei! In der letzen Woche befand sich Kuryakos Ergün, der Vorsitzende der Klosterstiftung "Mor Gabriel" in Deutschland. Um direkte Informationen in Form eines Exklusiv-Interviews für die deutsche Presse zu ermöglichen, stellte ich sämtliche Anfragen an mehrere Medien, mit der Bitte, einen Journalisten zu entsenden. Das Ergebnis: Keine Reaktion! Weder Stern, Spiegel noch Focus befanden es für nenneswert, den Hauptansprechpartner des Klosters "Mor Gabriel" während seines Aufenthaltes in Deutschland nach der derzeitigen Lage zu befragen.

Ich frage mich deshalb: Wie wichtig ist der Poltik, den Medien, der Gesellschaft Deutschlands die Problematik, mit der die Menschen in der Süd-Ost-Türkei zu kämpfen haben, die christlichen Glaubens sind, um diese kontinuierlich aufzugreifen? Gilt diese anfänglich so euphorische Solidarität nicht mehr? Was wird die Gerichtsverhandlung am 22. April 2009 an Medieninteresse bringen, wenn nicht einmal der Vorsitzende der Klosterstiftung während seines Aufenthaltes in Deutschland entsprechend befragt wurde? Hat hier wieder einmal der Islam das Ass in Händen und wird der Aufrechterhaltung dieser Religion in Deutschland mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem christlichen Glauben? Der sich mehr und mehr verbreitende Atheismus unterstützt den Radikalismus, auch hier in Deutschland, doch kann man der Jugend ihre Orientierungslosigkeit verdenken angesichts der Geschehnisse in unserer Welt?

Wenn nicht der Eine wieder für den Anderen da ist, dann wird Jeder Jeden Vernichten! Egal in welcher Form!

Beobachtet man die Entwicklung der heutigen Weltbevölkerung, so scheint nur mehr eines im Vordergrund zu stehen und alles andere vergessen: Es existiert nur noch die eigene Person! Was andere – anders im Aussehen, der Hautfarbe, der Sprache, der Kultur – betrifft, scheint man seine eigene Herkunft, d.h. die Wurzeln der Menschheit, zu vergessen. Doch ist jeder, der in ein anderes Land reist, wenn auch nur als Tourist, anderssprachig oder auch von der Hautfarbe her anders! Warum fühlt sich jeder in jedem Land als Ausländer? Warum gehen Beamte von Ausländerbehörden in andere Länder, um dort Urlaub zu machen, erkennen aber nicht, dass sie dort selbst als Ausländer gesehen werden? Diese Fragen wagen sie sich selbst nicht zu stellen, denn damit würden sie die deutsche Ehre – und ihren Job in der Ausländerbehörde – in Frage stellen müssen!

Menschenrechte, die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert sind, werden tagtäglich verletzt. Resultat: Die Menschenrechtsverletzer werden geschützt, anstatt diese zu sanktionieren!

Gerade jetzt, wo die Streitigkeiten bezüglich des Klosters in die „heiße“ Phase treten, hat sich kein öffentliches Medium dazu bereit erklärt, sich mit dem Vertreter, Verantwortlichen und Angeklagten im Strafprozess hinsichtlich der Klostermauer, zu einem aktuellen Interview zu treffen. Und das, obwohl dieses Thema sowohl im Deutschen als auch im EU-Parlament sehr viel diskutiert wird. Wo bleibt da die so viel gerühmte Loyalität?

Was also soll man über diese Solidarität gegenüber dem Kloster „Mor Gabriel“ denken?

Im Grunde ist dieses Thema nur ein momentanes Aufflackern christlicher und menschlicher Gedanken in den Köpfen, das schnell erlischt. Denn wer kennt schon die Assyrer! Der Deutsche wird stets im Sinne Deutschlands handeln, alle anderen Völker, aus denen sich auch die Deutschen entwickelt haben, sind Ballast.

Hoch lebe die Demokratie, in der nur noch das Ego regiert!

Damit ist wohl das Ziel der im Lande selbst Verantwortlichen erreicht, dass aufgrund der ständigen Prozessverschiebungen in Midyat das Interesse langsam abflaut, sich den Menschen zuzuwenden, die unsere Hilfe jetzt dringend benötigen!

Doch, es gibt die, die nicht aufgeben!

Quelle: Pressemitteilung

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