Eine neue Föderation ins Leben gerufen!

Versammlung zur Gründung der „Föderation Suryoye Deutschland“

Jedes Volk hat seine Vereine, Organisationen und Parteien, die nach bestem Wissen und Gewissen -sowie hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen einschätzend- versuchen, in allen Bereichen der Gesellschaft eine repräsentative Aufgabe wahrzunehmen. Ihre Wichtigkeit ist unbestritten. Denn die außerordentlich erfolgreiche Arbeit der Gesellschaft ist abhängig von der Vitalität und Stabilität der jeweiligen Institutionen.

Zum anderen muss sich die Gesellschaft ihrer Institutionen, egal ob politischer, kultureller oder sozialer Natur, neu vergewissern und Konzept, Methode und Ziel hinterfragen und immer wieder neu orientieren.

Daher wird in der Regel vorausgesetzt, dass sich die betreffenden Institutionen den aktuellen globalen Rahmenbedingungen und internen Bedürfnissen und Voraussetzungen der Suryoye anpassen und dementsprechend sich reformieren und weiterentwickeln müssen, um ihrer Aufgabe zum Wohle des Volkes nachgehen zu können.

Unter der Prämisse des Wunsches nach der Einheit des Suryoye Volkes wurde 29. Juli 2007 in Gütersloh/Deutschland eine neue Organisation ins Leben gerufen.

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ lud das Vorbereitungskomitee zur Gründung der „Föderation Suryoye Deutschland“ die Vereine der Suryoye (Aramäer-Assyrer-Chaldäer) in Deutschland zu einer Versammlung nach Gütersloh ein.

An dieser Treffen nahmen Delegierte von insgesamt 12 Suryoye (aramäische/assyrische) Vereine statt. Weitere 6 Vereine konnten wegen der Urlaubszeit nicht teilnehmen und entschuldigten sich.

Die Begrüßung der Delegierten und Eröffnung der Sitzung, die in den Räumlichkeiten der Mor Stefanos Kirchengemeinde in Gütersloh stattfand, erfolgte um 11.00 Uhr durch Melek Celik.

Danach wurde Chorepiskopos Abrohom Gök gebeten auch ein paar Worte zur Gründung der Föderation zu sagen. In seiner Rede unterstrich der Geistliche der St. Maria Kirche seinen Wunsch nach der Einheit der Suryoye und sagte mit Nachdruck, dass die Streitereien und Missverständnisse der letzten Jahrzehnte beigelegt werden müssten.

„Man solle den Weg des Dialogs suchen, damit man die Zukunft unseres Volkes nicht aus den Augen verliert“, äußerte sich Pfarrer Gök mit Augenmerk auf aktuelle Geschehnisse und Herausforderungen.

„Die Suryoye sind die Nachfahren der alten Völkerschaften der Aramäer, Assyrer und Chaldäer. Daher haben die Namensdiskussion und der dadurch entfachte Streit uns sehr geschadet“, stellte er fest.

Abschließend mahnte er zum Dialog mit den anderen Dachverbänden der Suryoye in Deutschland, damit die Einheit angestrebt werden kann und wünschte dem neuen Verband alles Gute.

Im Anschluss hielten Gebro Mirza und Aziz Gergin jeweils eine kurze Rede, in der die Notwendigkeit zur Gründung einer zeitgemäßen, offenen, toleranten und einheitlichen Föderation für die Suryoye Vereine in Deutschland darlegt worden ist.

Man ging dann zu den Tagesordnungspunkten über. Das letzte Protokoll wurde von den anwesenden Delegierten verabschiedet.

Der wichtigste Punkt der Tagesagenda war die Verabschiedung der vorbereiteten Satzung der Föderation. Die Satzung wurde vorgelesen und danach fand eine sehr rege Diskussion über die einzelnen Paragraphen statt. Es wurden ein paar Änderungen vorgenommen, die nach demokratischem Prinzip erfolgten.

Schon zu Beginn der Sitzung einigte man sich auf die Bildung eines vorläufigen Vorstands. Aus den Reihen der Delegierten erklärten sich am Ende der Wahl die vier Personen bereit, das Amt des vorläufigen Vorstands bis zur Gründungshauptversammlung zu bekleiden.

Dieser solle bis zum 3. Oktober 2007 die notwendigen Vorbereitungen für den Gründungskongress der Föderation Suryoye Deutschland treffen.

An diesem Tag sollen alle Vereine, die an der Sitzung teilnahmen noch mal eingeladen werden, um die „Suryoye Einheit“ zu bestätigen und den Vorstand für die kommenden 2 Jahren zu wählen. Außerdem sollten noch Gespräche mit anderen Vereinen geführt werden, die Interesse am Beitritt der neuen Föderation haben.

Sabri Akbaba, Vorsitzender des Dachverbandes der Entwicklungsvereine der Dörfer des Tur Abdin-DETA, und der Stellvertreter des Diözesanrates der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Herr I. Aslan, gratulierten dem neuen Vorstand und wünschten viel Erfolg für die Gründungshauptversammlung.

Der vorübergehende Vorsitzende der „Föderation Suryoye Deutschland“, Herr Saliba Joseph, hielt abschließend eine Rede und bedankte sich bei den Delegierten für das Vertrauen, dass Ihm und den 3 anderen Vorstandsmitgliedern ausgesprochen worden ist.

Seinen herzlichen Dank richtete Herr Joseph vor allem an den Organisatoren sowie an den Gastgebern der Versammlung, der Mor Stefanos Gemeinde in Gütersloh. Am späten Abend wurden die Delegierten und anwesenden Gäste verabschiedet.

Kontakt: Saliba Joseph
Frida Schuhmacher Str. 20
74078 Heilbronn
Tel: 0171- 2343694
E-Mail: s.joseph@assenheimer-mulfinger.de

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