Happy Birthday!

Der AMVA feiert seinen 43. Jahrestag

Augsburg hatte schon immer eine große Bedeutung für die Assyrer (Suryoye). Hier wurde mit Pfarrer Bitris Ögünc der erste syrisch-orthodoxe Priester für Mitteleuropa geweiht und der Assyrische Mesopotamien Verein Augsburg e.V. (AMVA) gegründet, der bis heute innerhalb und außerhalb seiner Mitglieder eine wichtige Rolle spielt. Anfänglich von der Anlaufstelle für Assyrer zum Paradebeispiel gelungener Integration. In unserem Bericht könnt ihr nachlesen, wie der Vereinsvorsitzende Aziz Akcan die Zukunft dieser Institution sieht.

Mitte der 70er Jahre war die Anzahl der in Augsburg ansässigen Assyrer derart angestiegen, dass man die Notwendigkeit sah, sowohl ein kulturelles Zentrum, als auch eine Begegnungsstätte zu gründen. Somit entstand aus dieser Idee heraus am
28. Oktober 1978 der Mesopotamien Verein e.V. Augsburg.

Aziz Akcan

Die bereits als Gastarbeiter in Augsburg wohnenden Assyrer und die aufgrund zunehmender Unterdrückung, Diskriminierung und Vertreibung durch die muslimischen Staaten zugezogenen Flüchtlings-Assyrer haben diesen Verein als eine Institution zur Interessenvertretung des assyrischen Volkes und als Selbsthilfeorganisation bei behördlichen und sprachlichen Problemen ins Leben gerufen. Daher hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht die assyrische Kultur, Tradition und Sprache zu pflegen und darüber hinaus die Integration seiner Mitglieder und Landsleute in die hiesige Gesellschaft zu fördern.

Heute, 43 Jahre später, hat sich der Assyrische Mesopotamien Verein Augsburg e.V. mit einer großen Dynamik weiterentwickelt. Doch auch das Coronavirus geht an dem AMVA nicht spurlos vorbei. Im Gespräch mit unserem Webteam teilt der 1. Vereinsvorsitzende Aziz Akcan seine Sicht zum künftigen Werdegang des Vereins. „Die Corona Pandemie hat unsere Aktivitäten teilweise zum Stehen gebracht. Doch wir sind zuversichtlich, dass bessere Zeiten kommen und wir aus dieser Starre gut herauskommen. Für die Zukunft wird es wichtig sein, den Spagat zu schaffen, einerseits die Generationen für die ehrenamtliche Vereinsarbeit zu motivieren, anderseits aber auch die Verbindung zu unserer Heimat aufrecht zu erhalten. Hier die genaue Balance zu finden, ist eine Herausforderung. Ein anderer wichtiger Punkt ist die Motivation und stärkere Einbeziehung der Mitglieder in die Vereinsarbeit.
Ich bin guter Dinge, dass wir nächstes Jahr eine Silvesterfeier organisieren können.“

An dieser Stelle möchten wir auch diesen Beitrag beenden und allen Mitgliedern sowie Freunden zu diesem Jahrestag beglückwünschen. Gleichzeitig gedenken wir den Mitgliedern, die zwar einen großen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet hatten, aber leider nicht mehr unter uns sind. Herzlichen Glückwunsch AMVA und weiterhin alles Gute.

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