Krebs - Prävention und moderne Therapiemöglichkeit

Prof. Dr. Dr. Fuat Oduncu im Assyrischen Kulturzentrum

Am 27. Oktober 2019 durfte der Assyrische Mesopotamien Verein Augsburg e.V. Herrn Prof. Dr. Dr. Fuat Shamoun Oduncu, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Helios Klinikum München West, als Referenten zum Thema „Krebs. Prävention und moderne Therapiemöglichkeiten“ in seinen Räumen begrüßen. Rund 150 aufmerksame Zuhörer nahmen an dem Vortrag teil.

Als eine „besondere Ehre und einmalige Gelegenheit für uns alle“ bezeichnete Aziz Akcan, Vorsitzender des Assyrischen Mesopotamien Verein e.V., den Besuch des renommierten Mediziners, als er ihm am Ende der Veranstaltung ein kleines Präsent überreichte. Denn die Zeit, die Prof. Dr. Dr. Fuat Shamoun Oduncu, für solche Veranstaltungen hat, ist knapp: Neben seiner Tätigkeit als Chefarzt im Helios Klinikum München West lehrt er an der LMU, wird für Gutachter-/Review-Tätigkeiten für internationale Fachzeitschriften herangezogen und ist zudem in mehreren Gesellschaften ehrenamtlich aktiv. Ein besonderes Anliegen war ihm dabei auch die Gründung des Weltärztebundes der Assyrer und Aramäer (WMAS) – gehört er doch selbst dieser Minderheit an.

„Was ich jetzt in eineinhalb Stunden versuche zusammenzufassen“, begann Oduncu seinen Vortrag, „gehe ich mit meinen Studenten normalerweise über mehrere Semester hinweg durch!“ Jedes Jahr erkranken über 450.000 Menschen an Krebs; knapp 220.000 Menschen sterben jährlich daran. Damit zählt Krebs in seinen verschiedenen Ausprägungen zu den häufigsten, langwierigsten und vielfach noch tödlich verlaufenden Krankheitsbildern unserer Zeit. Die Aufklärung über aktuelle Ansätze und Erkenntnisse der Krebsforschung sei daher umso wichtiger.

So führte er zunächst verschiedene Statistiken auf, u.a. zu den alters- und geschlechtsspezifischen Erkrankungs- und Sterberaten oder den Tumorlokalisationen und ihrer geschlechtsspezifischen Häufigkeit, und erläuterte diese eingehend. Anschließend ging er auf die Faktoren ein, die das Krebsrisiko nach aktuellstem Erkenntisstand erhöhen: Rauchen, krebserregende Stoffe, falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel. „Wer auf eine gesunde Lebensweise achtet, kann sein Krebsrisiko um ein Vielfaches senken – das schafft keine Therapie!“, so Oduncu. Auch riet er eindringlich, sich mit zunehmendem Alter regelmäßig untersuchen zu lassen, um Krebs frühzeitig zu erkennen. Denn: Je früher eine Krebserkranung entdeckt werde, desto höher stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und damit die Überlebensaussichten der Betroffenen. Zuletzt berichtete Prof. Dr. Dr. Fuat Shamoun Oduncu über die klassischen und modernen Tumortherapiemöglichkeiten, ging auf neueste Erkenntnisse in der Krebsforschung ein und zeigte Beispiele auf. Abschließend widmete Oduncu sich den vielen Fragen der Zuhörer.

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