Christen unter Druck

Referendum zu Unabhängigkeit Kurdistans

Das Referendum, mit dem am kommenden 25. September über die Unabhängigkeit der autonomen Region Kurdistan vom irakischen Staat entschieden werden soll, bereitet den Christen in der Region großes Kopfzerbrechen: denn wie auch immer sie sich positionieren, sie werden sich Feinde machen.

Das betont im Interview mit Radio Vatikan Karin Maria Fenbert; die Geschäftsführerin von Kirche in Not Deutschland ist gerade von einer Reise durch den Nordirak und ins syrische Aleppo zurück gekommen.

„Ich habe bei meiner Fahrt durch die Ninive-Ebene auch ein entsprechendes Plakat gesehen, da hieß es: ,Ja zum Referendum!´ Dieses soll am 25. September stattfinden, deshalb gibt es durchaus einige Spannungen im Nordirak zu beobachten, weil die Leute natürlich nicht wissen, was das für deren Zukunft bedeutet“, berichtet Fenbert von ihren Eindrücken. „Die Christen wollten sich dazu aus verständlichen Gründen nicht äußern… Als Außenstehender denke ich mir dazu nur, wenn sie mit ,Ja´ stimmen und es zu einer Abspaltung kommt, gibt es nicht nur Ärger mit der Regierung in Bagdad, sondern auch mit der Türkei, die nicht dabei zusehen wird, dass ein unabhängiges Kurdengebiet entsteht. Wenn hingegen mit ,Nein´ gestimmt wird, droht den Christen Ärger von kurdischer Seite, auf deren Territorium sie aber weitestgehend wohnen.“

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Quelle: Radio Vatikan

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