Shato Othureito brichto!

Assyrer feiern das Jahr 6763

Der Assyrische Mesopotamien Verein Augsburg hat heute seine Mitglieder und Freunde zu einer Akitu-Feier in den eigenen Vereinsräumen eingeladen. Neben tänzerischen Darbietungen hat man auch erstmalig den Ha Nison Kulturpreis verliehen. Der alljährliche assyrische Neujahrsempfang, zu dem ebenfalls alle Mitglieder sowie geladene Gäste herzlich Willkommen sind, findet kommenden Sonntag statt.

Herzlich Willkommen im Jahr 6763. Alljährlich feiern weltweit die Assyrer (Suryoye) am 01. April das Akitu Fest, dessen Ursprünge auf die Gründung des Assur-Tempels in der antiken assyrischen Hauptstadt Assur 4750 v. Chr. zurückgeht.

Dies hat sich der Assyrische Mesopotamien Verein Augsburg zum Anlaß genommen, um seine Mitglieder zu einer kleinen Akitu-Feier in den eigenen Vereinsräumen einzuladen.
Mit frischen Döner vom Spieß, unterschiedlichen Folkloredarbietungen der vereinseigenen Tanzgruppen sowie Small-Talk, hatten die anwesenden Gäste eine tolle Unterhaltung.
Barsovm Alp sowie auch Sargon Demir begrüßten im Namen des Vereins ebenfalls alle anwesenden Mitglieder und wünschten ein frohes Akitu Fest.

Assyrisches Neujahr 6763

01.04.2013 | Augsburg

Ha Nisan 2013

79 Bilder
Ha Nisan 2013Ha Nisan 2013Ha Nisan 2013Ha Nisan 2013Ha Nisan 2013

Nachdem Dr. Abrohom Lahdo seit mehreren Jahrzehnten aktiv in der assyrischen Bewegung tätig ist, würdigt man sein Engangement mit dem Akitu Kulturpreis 2013, der erstmals in Augsburg verliehen wird.
Leider konnte Dr. Lahdo zu unseren heutigen Feierlichkeiten nicht anwesend sein und wird daher, den Preis zum diesjährigen Event am 13. Juli 2013 entgegennehmen.

Der Assyrische Mesopotamien Verein Augsburg wünscht an dieser Stelle erneut allen Assyrern weltweit ein frohes Akitu-Fest und bedankt sich bei Sanherib Akcan und Eryo Ögünc für ihre tollen Speißen. Großen Dank auch an Said Alp, der die gesamte Zeit an der Essenskasse gesessen ist.

Grußwort des ZAVD (Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und europäischen Sektionen e. V.)

Das Assyrische Neujahrsfest das am 1. April beginnt, der von allen Assyrern auf der ganzen Welt als Akitu-Fest gefeiert wird, ist ein Tag der Freude und des Friedens, Tag der menschlichen Begegnungen. Die Begegnungen unseres Volkes mit der Natur, mit den Menschen die ihre Tradition, seit mehreren Jahrtausenden trotz Verfolgung, Vertreibung und Vernichtungen nicht aufgegeben hat und niemals aufgeben wird.

Wir feiern in allen Länder dieser Erde, wo unser Volk sich befindet das Akitu-Fest, trotz Unterdrückung und Auslöschung in fast allen undemokratischen Ländern, wo unser Volk gelebt hat und noch heute lebt insbesondere in seiner Heimat „Assyrien (Bethnahrin)“ hat unser Volk nicht aufgehört seine Bräuche und seine Tradition mit Mut und einen starken Bewusstsein auszuüben wo häufig mit Verhaftungen, Folter und Vertreibungen belohnt wurde. Auch in diesem Jahr feiert unser Assyrisch (Suryoyo) Volk das Akitu-Fest mit großem Schmerz und mit großer Trauer, über das, was in unserem Heimatland geschieht, wir bedauern es, dass die Angelegenheit unseres geliebten Klosters Mor Gabriel im Turabdin immer noch nicht gelöst ist. Wir schauen mit Trauer, Schmerz und Empörung, wie im Irak sowie im Nordirak und insbesondere in der Ninive-Ebene, wie der Demographische Gleichgewicht mit Gewalt und Rücksichtlosigkeit gegen unser Volk in seinen Siedlungsgebieten vollzogen wird, so, dass mittlerweile fast 60% unserer Bevölkerung den Irak verlassenen hat und heute erleben wir es auf die gleiche Weise in Syrien. Die Angehörige der christlichen Religion, die ja überwiegend Volksangehörige von sind erleben eine Welle von Gewalt und Verunsicherung. Dies war der Anlass, dass hunderttausende von Christen Syrien verlassen haben und Schutz und Zuflucht in den benachbarten Ländern sowie im Ausland suchen.

  • Der Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland fordert die Irakische Regierung auf:
    • Wir fordern die türkische Regierung den Fall von Enteignung des Klosters Mor Gabriel atacta zu legen und einen neue Phase der Zufriedenheit und Vertrauen ie Klosterbewohner und alle syrische Christen und die Assyrer Weltweit zu erreichen.
    • Den Kauf von Ländereien von Assyrischen (Suryoye) Christen in der Ninive-Ebene durch islamische Kräfte zu stoppen, die bewusst einen Demographischen Wandel in der Region hervorrufen wollen.
    • Den Bau von Moscheen sowohl (Sunitischer als auch Shiitischer) Gruppen in den assyrischen Dörfern wo nicht ein einziger Moslem lebt zu beenden.
    • Wir appellieren an alle demokratischen Kräfte in Syrien, die für ein demokratisches Syrien kämpfen alles daran zu setzen, dass die nicht muslimische indigene Bevölkerung geschützt und nicht vertrieben werden soll.
  • Wir bitten die Weltöffentlichkeit sowie alle demokratischen Staaten sich dafür einzusetzen, dass das Blutvergießen in Syrien Endlich beendet wird! Wie viel Opfer muss das Syrische Volk noch erbringen, damit dieses Gemetzel ein Ende findet?
  • Wir grüßen unsere Brüder und Schwester, in Zalin (Kamechly), in Malkie, in Kabre Hevore, in Hassake und im Khabur, die Tag und Nacht unsere Dörfer, unsere Vierteln sowie unsere Städte mit Mut, Überzeugung und mit dem Einsatz ihres Lebens zu beschützen.
  • Wir erwarten ein neues demokratisches Syrien, wo alle Menschen die darin leben, Araber, Assyrer, Armenier, Drusen und Kurden unabhängig ihrer Religiösen Zugehörigkeit in Frieden und Freiheit leben können.

Trotz Trauer und schmerzen appellieren wir an alle Angehörigen unseres Volkes sowohl in der Heimat als auch in der Diaspora, den Akitu zu feiern, damit wir der Welt und unseren Unterdrückern zeigen, dass wir der Vertreibung, Ermordungen und Diskriminierungen seit über 2500 Jahren an unsere Tradition und unsere Identität fest halten. Wir wünschen allen ein gesegnetes Osterfest, der mit dem Assyrischen Neujahrsfest gefeiert wird.

Der Vorstand

© Bethnahrin.de

Alle Rechte vorbehalten

Vervielfältigung nur mit unserer ausdrücklichen Genehmigung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.