Gütersloher Kolbeplatz

AJM trifft Bundesparteivorsitzenden der Linken Klaus Ernst

Am 10.05.2012 kamen die Direktkandidaten der Partei Die Linke in den Wahlkreisen 94 bis 96 auf dem Gütersloher Kolbeplatz zusammen, um sich vorzustellen. Auch Bundesparteivorsitzender Klaus Ernst war extra angereist, um seiner Partei bei den anstehenden NRW-Landtagswahlen zu unterstützen.

Mit großem Interesse verfolgten die Gütersloher, die sich auf dem Kolbeplatz versammelten, die Reden der Links-Politiker, genau wie die Mitarbeiter eines Zeitarbeitsunternehmens, das seine Geschäftsstelle am Kolbeplatz hat.

Auch Mitglieder, sowie der Vorsitzende des Assyrischen Mesopotamien Verein Gütersloh Aziz Zitun, besuchten die Veranstaltung. Im Anschluss bedankte sich der Vorsitzende des Assyrischen Jugendverbandes Mitteleuropa (AJM) John Gültekin bei Klaus Ernst für den nationalen und internationalen Einsatz der Partei DIE LINKE für sozial schwache und unterdrückte Menschen. Dabei übergab er dem Bundesparteivorsitzenden ein Buch über den Genozid an den christlichen Assyrern im damaligen Osmanischen Reich während des frühen 20. Jahrhunderts und ein Brief mit Forderungen des AJM und des Zentralverbandes der Assyrischen Vereine in Deutschland (ZAVD).

Der Brief beinhaltet folgende Forderungen

  • Verankerung eines Gesetzes im Landesparlament Nordrhein-Westfalen und im deutschen Bundesparlament für die Anerkennung der Genozide, welche an den christlichen Assyrern, Armeniern und Pontos-Griechen während des Ersten Weltkrieges von den Jungtürken begangen wurde. Damit einhergehend soll die gleichzeitige Unterrichtung der historischen Tatsachen zu diesem Thema an allen deutschen Schulen erfolgen, denn selbst die deutsche Regierung trägt eine bis heute andauernde Mitschuld an diesen Genoziden, da sie als Alliierte der Türkei eine enge Kooperation eingegangen war.
  • Einsatz für das bedrohte assyrische Kloster Mor Gabriel in der Südosttürkei, welches seit Jahren in einem Enteignungsverfahren um seine Existenz führchten muss. Die heilige Stätte gilt als zweites Jerusalem der Assyrer, welches vom deutschen Staat geschützt werden muss.
  • Anerkennung der Assyrer als indigenes Volk Mesopotamiens. Ihre Rechte müssen in der Türkei und im Iran sowie in Syrien und Irak ermöglicht werden, um ihre Jahrtausende von Jahre alte Kultur und Sprache zu bewahren.
  • Schutz für die christlich assyrische Bevölkerung in ihrer angestammten Heimat, Mesopotamien. Den Assyrern muss mit Hilfe Deutschlands und somit mit Hilfe der LINKEN eine Selbstverwaltungszone in der irakischen Ninive-Provinz gewährleistet werden. Ein unabdingbares Projekt, welches den Assyrern die Hoffnung auf Überleben in ihrer eigenen Heimat erfüllt.
Quelle: Qolo

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