Deutscher Evangelischer Kirchentag

Symbolisches Zeltlager für Opfer des IS-Terrors der GfbV

Ein "symbolisches Zeltlager für die Opfer des IS-Terrors", errichtet von der Gesellschaft für bedrohte Völker auf dem Gelände des deutschen evangelischen Kirchentages am 04.06.2015 in Stuttgart unter Leitung von Dr. Kamal Sido (Nahostreferent der GfbV), sollte Kirche und Politik zu mehr Solidarität mit den verfolgten Christen (Assyrer/Aramäer/Chaldäer, Armenier, christl. Yeziden) im Nahen Osten, insbesondere in Syrien und im Irak aufrufen.

Aufmerksamkeit von Pressefotografen und Kirchentagsbesuchern war bis zum Megaphonverbot seitens der Organisationsleitung des DEKT garantiert durch die Verlautbarungen des GfbV-Nahostreferenten Kamal Sido über Ermordungen, Vergewaltigungen und Vertreibung der christlichen Minderheiten im Nahen Osten.

Auch Mitglieder des Assyrischen Mesopotamien-Vereins Augsburg waren vor Ort, um die Aktion zu unterstützen. Mit Transparenten, Flyern und Plakaten demonstrierten die anwesenden Angehörigen der betroffenen christlichen Völker gegen die Gräueltaten des Islamischen Staates in ihren Heimatländern und gaben interessierten Besuchern Auskunft über die aktuelle Lage. An den kleinen Zelten klebten ebenfalls Schilder mit Slogans wie beispielsweise „Syriens Christen schützen“.

Gefordert wurde u.a. von Kirche und Politik, mehr Druck auf die türkische Regierung auszuüben, die Grenzübergänge für humanitäre Hilfe offenzuhalten, die Freilassung der über 200 assyrischen Geiseln (seit 23. Februar 2015 in den Händen des IS) und die Befreiung der beiden im April 2013 von IS-Terroristen bei Aleppo verschleppten Bischöfe Mor Gregorius Yoanna Ibrahim und Boulos Yazigi zu unterstützen, sowie Erleichterung für die Aufnahme christlicher Flüchtlinge in Deutschland zu leisten.

Beschämend für die EKD war allerdings die Weigerung, dem kleinen Demonstrationszug, noch dazu mit Dr. Kamal Sido als muslimischem Kämpfer für die christlichen Minderheiten im Nahen Osten an der Spitze, den Zugang zur Hanns-Martin-Schleyer-Halle, zu verwehren, um dem evangelischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Rahmen seines Besuches diese Forderungen direkt mitzuteilen. Stattdessen versprach der Organisationsleiter dem Nahostreferenten, man würde die GfbV für einen Empfang einer christlichen Delegation anrufen. Ob dies allerdings nicht „im Trubel“ des Kirchentages vergessen wird, bleibt abzuwarten.

Von Marianne Brückl

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Ein Gedanke zu „Symbolisches Zeltlager für Opfer des IS-Terrors der GfbV

  1. Es gibt keine christl. Yeziden und wird es auch nie geben.
    Ich will Yeziden nicht den Islam gleichstellen. Es ist fürchterlich, dass sie wegen ihrer Religion vom Islam verfolgt werden, aber es kommt bei denen immernoch zu Ehrenmord und sonstigen Islamisch geprägte Traditionen bei Yeziden vor. Sie müssen endlich wie christen, Freiheit und demokratie akzeptieren, gerade auch weil sie vom Islam verfolgt werden.

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