Bezahle, konvertiere oder stirb

Mosul nach zwei Jahrtausenden ohne Christen

Am 11. Juni berichteten wir über den Einmarsch der radikal islamischen "ISIS" in Mosul. Hunderttausende Menschen, darunter auch Soldaten der irakischen Regierung, ergriffen die Flucht. Nach Medienberichten hat Mosul nun seine christliche Bevölklerung restlos verloren.

Bedauerlicherweise vernehmen wir nur traurige Nachrichten aus Syrien und dem Irak. Nachdem im Juni diesen Jahres bekannt wurde, dass die radikal islamische Gruppierung „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) die irakische Stadt Mosul und die umliegenden Gebiete einnehmen konnte, sind bereits hunderttausende Menschen aus Mosul geflohen. Die in der Stadt verbliebenden Chaldo-Assyrer lebten von diesem Zeitpunkt an in ständiger Angst.

Medienberichten zufolge stellten die radikalen Islamisten den Christen in der von ihnen kontrollierten Stadt Mosul ein Ultimatum. Entweder die Christen konventieren zum Islam oder zahlen eine Sondersteuer. Sollten Sie dies nicht tun und die Stadt nicht verlassen, werden sie sterben. In einem Interview mit Fox-News berichtet Pfarrer Jonathan Morris über die Schikanen und Drohungen der Islamisten gegenüber den Christen.

Christliches Haus in Mosul von radikalen Islamisten markiert.

Christliches Haus in Mosul von radikalen Islamisten markiert.

Augenzeugen berichten, dass Männer der IS-Gruppierung Häuser der Christen mit einem arabischen „N“ für „Nasrany“ markierten. Dies ist der im Koran islamische Begriff für „Christen“.
In der virtuellen Welt löste das bei vielen assyrischen Jugendlichen eine Protestaktion aus. Einige Nutzer sozialer Netzwerke posten Bilder von sich ins Netz, auf denen sie sich den arabischen Buchstaben „N“ aufgemalt haben.

Laut einem Bericht des Nachrichtensenders n-tv hat der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die systematische Verfolgung von Minderheiten im Irak scharf verurteilt und hat die massive Schikane der Dschihadistengruppe ISIS gegen die Christen im Irak als mögliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft.

Johann Roumee, 1. Vorsitzender des ZAVD, forderte bereits am 06. Juli 2014 in einer Pressemitteilung, dass die Weltgemeinschaft handeln und die systematische Vertreibung der Assyrer im Irak verhindern muss.

Die Assyrer (auch als Chaldäer und Suryoye bekannt) werden aus ihren mesopotamischen Heimatländern nun völlig systematisch verfolgt und vertrieben. Ist ein Naher Osten ohne Christen und insbesondere ohne Assyrer überhaupt vorstellbar?

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