Versuchter Landdiebstahl

Kurden attackieren assyrisches Dorf im Nordirak

Nord Irak (AINA) - Bewaffnete kurdische Männer, die hauptsächlich zum Zebari Stamm gehören, attackierten am Dienstag um 18 Uhr Ortszeit das assyrische Dorf Rabatki. Das Motiv hinter dieser Attacke war die gewaltsame Beanspruchung von Ländereien des Dorfes.

Als die Dorfbewohner realisierten, dass der große Truck, der sich ihrem Dorf näherte mit Baumaterial und Bausteine gefüllt war, ein Versuch der Kurden war, gewaltsam ein Haus in ihrem Dorf zu erbauen, formierten sie schnell mit ihren Autos eine Autoblockade und verhinderten das Eindringen des Trucks in ihrem Dorf. Dies verärgerte die Kurden, die dann wegfuhren, um nicht einmal eine Stunde später (18 Uhr) mit sieben voll beladenen Autos, mit Kalaschnikovs und anderen Waffen, und bewaffneten Männern zurückzukehren.

Ein Kampf brach aus zwischen den männlichen Dorfbewohnern und den kurdischen Angreifern. Die Kurden schossen mehrere Feuerladungen in die Luft, um die assyrischen Dorfbewohner zu verängstigen. Zaya Barcam Khoshaba, der Bürgermeister des Dorfes wurde von den Angreifern mit einer Kalaschnikov ins Gesischt geschlagen. Der Angriff hörte auf, als die Polizei ins Dorf gerufen wurde.

Das Dorf Rabatki liegt im Bezirk Aqra der Dohuk Provinz. Das Dorf, das nie kurdische Einwohner hatte, muss schon seit den 1990ern Versuche des Landdiebstahls abwähren. Die Kurden in diesem Areal gehören zum mächtigen Zebari Clan. Ihr Bekanntestes Clanmiglied ist Hoshyar Zebari, Iraks gegenwärtiger Außenminister und ein prominentes Mitglied der politischen Elite der Kurden.

Das erste Gerichtsurteil über das Eigentum des Dorfes und seiner Ländereien kam 1992. Nach dem Urteil gehört das Dorf und seine Längereien seinen assyrischen Einwohnern. Die Kurden akzeptierten nicht das Urteil des zivilen Prozesses und reichten weiterhin Beschwerden ein, die nie durchkamen. Das Problem ging selbst nach dem Fall Saddam Husseins weiter. Im Jahre 2006 untersuchte das Amerikanische Wiederaufbau Team (PRT) die Eigentumsangelegenheit, nachdem Kurdische Beschwerden aufkamen, und kam zum selben ENtschluss wie das Gerichtsurteil aus über einem Jahrzehnt zuvor: Die Kurden haben keine Eigentumsbeanspruchung über das Dorf und seine Ländereien.

Assyrer, welche die Ureinwohner des Nordiraks sind, wurden zur Zielscheibe massiven Landdiebstahls und Diskriminierung durch das politische Establishment der Kurden, angeführt von Masoud Barazani und seiner Kurdisch Demokratischen Partei (KDP). Dutzende assyrische Dörfer im Nordirak sind entweder teilweise oder komplett von Kurden besetzt.

Gemäß Nala4u.com, eine Nachrichtenagentur aus dieser Gegend, waren unter diesen bewaffeten Angreifern bekannte Mitglieder der Sicherheitskräfte der Kurdischen Regionalregierung dabei. Außerdem wurde eins ihrer Fahrzeuge als Regierungsfahrzeug identifiziert. Der Zebari Clan steht dem Barzani Clan sehr nahe, zu dem auch Masud Barzani gehört, der Präsident der Kurdischen Regionalregierung.

Übersetzt von Qolo.de

Quelle: AINA

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