Straßenkämpfe in Syrien

Zerstörte Mariakirche in Homs

Die syrisch-orthdoxe Mariakirche in Homs ist bekannt als die Kirche, die den Gürtel Marias aufbewahrt (Arabisch: Um Al-Zunar Church). Es ist eine historisches Gotteshaus, gebaut im Jahre 59. n. Chr. Der Legende nach hatte im 5. Jhd. ein syrischer Mönch den Gürtel Marias in die Kirche gebracht, wo es seither aufbewahrt wurde. Gegenwärtig dient die Kirche als Hauptkirche des Bistums der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Homs. Es ist umgeben von einem Waisenhaus und Sitz des Erzbischofs Selwanos Boutrous Alnemah.

Letzte Woche, am 28. Mai 2012, besuchte Erzbischof Silvanus die Kirche. Das Waisenhaus wurde total zerstört, aber nicht das Kirchengebäude. Offensichtlich gab es heftige Kämpfe im Stadtteil. Die Bilder mögen als Beleg dienen. Nach Informationen von Erzbischof Matta Roham aus Hassake, besuchten Bischof Selwanos sowie die Bischöfe George Abu Zakhem von der Griechisch-Orthodoxen Kirche und Bischof George Kassab von der Syisch-Katholischen Kirche am Sonntag, den 3. Juni 2012 ihre Kirchen in Homs. Die sieben Kirchen in Homs sind in den Kämpfen in der Stadt beschädigt bzw. zerstört worden.

Anfang Mai 2012 besuchten die Erzbischöfe Eustathius Matta Roham sowie Erzbischof Silvanus Österreich, Deutschland und Holland, wo sie die Schwesterkirchen über die verzweifelte Lage der Christen informierten. Demnach haben allein in Homs bereits 50.000 Christen die Stadt bereits verlassen müssen. Viele seien bei Verwandten in der Umgebung untergekommen.

Abdulmesih BarAbraham

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