UNESCO

Assur gehört zum Weltkulturerbe

Die antike assyrische Hauptstadt Assur im Irak gehört künftig zum Weltkulturerbe. Die Aufnahme der einstigen assyrischen Hauptstadt Assur wird von der UNESCO als politische Zeichen verstanden, da die Organisation bereits kurz nach Ausbruch des Irak-Krieges vor der Zerstörung von Kulturstätten zwischen Euphrat und Tigris im früheren Mesopotamien gewarnt hatte.

Assur am Ufer des Tigris war vor dem Irak-Krieg durch ein Staudamm-Projekt gefährdet. Die Ruinenstadt mit einer über viertausendjährigen Geschichte sei dem Verfall preisgegeben, hieß es bei der UNESCO. Dieser mangelnde Schutz in Verbindung mit einer möglichen Wiederaufnahme des Staudamm- Projekts habe die Einstufung als gefährdetes Kulturgut gerechtfertigt.

Schon im Januar hatte die Organisation den Regierungen in Washington und London detaillierte Karten mit den wichtigsten archäologischen Fundstätten zukommen lassen und auch den Schutz des Nationalmuseums in Bagdad angemahnt – ohne die späteren Plünderungen verhindern zu können. Der stellvertretende UNESCO-Generaldirektor Mounir Bouchenaki hält sich zur Zeit in Bagdad auf, um sich über Schäden und Plünderungen zu informieren.

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